Wandern mit der SG Enkheim

Am vergangenen Sonntag unternahm die Wandergruppe 2 der SG Enkheim ihre zweite Tour. Früh um 9 Uhr starteten 12  Wanderbegeisterte, die sich von den eisigen Temperaturen nicht von ihrem Vorhaben abhalten ließen. An der Taufsteinhütte im Vogelsberg zeigte das Thermometer minus 10 Grad bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Zügig ging es auf dem Höhenrundweg los, und schon nach wenigen hundert Metern konnte man vom Hoherodskopf einen weiten Ausblick genießen, der bis zum Feldberg im Taunus reichte.

  • hoherodskopf

 Vorbei am Informations-Zentrum mit einer Naturerlebnisausstellung ging es durch den Wald bis zum ersten Zwischenziel, dem Bismarckturm auf dem Taufstein. Von der Turmspitze bot sich wiederum ein herrlicher Blick über den verschneiten Vogelsberg. Ein Stück weiter, vorbei an einem Hochmoor, wartete das nächste Highlight auf, der Geiselstein. Im Winter präsentiert er sich als schneebedeckter etwa 10 m hoher mit Basaltbrocken übersäter Hügel, auf den ein schmaler Pfad führt.  Das magnetithaltige Gestein soll die Kompassnadel anziehen, so dass in dieser Gegend kein Verlass auf das Instrument ist. Der Geiselstein wird deshalb auch der Nordpol des Vogelsbergs genannt. Wieder abgestiegen marschierte die Gruppe über schneebedeckte, teilweise vereiste Wege weiter bis zur Goldwiese. Derzeit weist sie allerdings nur die Farbe Weiß auf. Zu ihrem Namen kam die Goldwiese, weil sie im Frühjahr voll mit gelben Arnikablüten ist, so der Wanderführer. Der Weg geht weiter in den dunklen Wald hin zur Niddaquelle, wo bei wärmeren Temperaturen eine Hütte zur Rast einlädt. Nach einem knappen Kilometer wird es wieder hell und der Höhenrundweg führt auf einem Damm vorbei an einer völlig ebenen schneebedeckten Fläche. Doch handelte es sich hier nicht um ein Hochmoor, sondern um die sogenannten Flößerteiche. Sie wurden zu Zeiten angelegt, als gefällte Baumstämme noch in Flüssen zu ihrem Ziel transportiert wurden. Damit die Nidda auch im Sommer genügend Wasser führen sollte, wurde sie aufgestaut und die Teiche entstanden. Wenige Gehminuten hinter den Teichen und nach insgesamt zweieinhalb Stunden  erreichte die Gruppe den Ausgangspunkt. Eine schöne Tour, die zu gehen sich auch im Frühling und Sommer lohnt. Die nächste Unternehmung der Wandergruppe 2 der SG Enkheim findet am 1. Mai statt. Informationen dazu stehen auf der SG-Webseite der Wanderabteilung unter www.sgenkheim.de.